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Arbeitssicherheit – ein lange Zeit vernachlässigtes Thema im Kirchenbereich

In der Nachkriegszeit hatte man Wichtigeres zu tun als sich um Sicherheit zu kümmern. Personell war man gut ausgestattet. In jeder Kirche gab es Küster oder Kirchendiener, hauptamtlich natürlich, mit einer Arbeitswoche von mindestens 40 Stunden - mal abgese-hen von den vielen ehrenamtlichen Helfern, die gern und bereitwillig für jede Art von Tätigkeit zur Verfügung standen. Eine Kaffee- oder Bierrunde war als Entgelt und Anerkennung willkommen.

Mit Beginn des 21. Jahrhunderts änderte sich die Situation bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusehends. Die Menschen hatten mehr mit sich selbst zu tun und standen vielfach den Kirchengemeinden für geringeres Entgelt nicht mehr zur Verfügung. Das er-schwerte auch die verantwortungsvolle Aufgabe der Kirchendiener. Für Arbeiten, die früher von vielen freiwilligen Helfern freudig erledigt wurden, war nun der Küster allein zuständig.

Wenn zum Beispiel der Christbaum zu schmücken und mit Kerzen zu versehen ist, muss die große Leiter her. Und auch die hoch hängenden Kronleuchter sind in vielen Fällen noch mit Wachskerzen versehen. Wenn dann der Kirchendiener von der Leiter aus die Kerzen wechseln und das alte Wachs entfernen muss, jedoch keine zweite Person die Leiter sichert, sind Unfälle vorprogrammiert – so wie vor einiger Zeit in einer großen Kirche in Hamburg geschehen; er stürzte von der Leiter - ein Unfall mit schlimmen Folgen für den Küster.

Für Sicherheit sorgt nun der von uns entwickelte, funkferngesteuerte Kronleuchteraufzug mit integriertem Fallschutz. Mit Hilfe einer funkferngesteuerten Elektrowinde wird der Leuchter auf ca. 1 Meter über dem Fußbodenniveau abgelassen. Die Arbeiten an dem Kronleuchter können auf dieser Höhe bequem und gefahrlos ausgeführt werden.

Auch das Endzünden und Löschen der Kerzen vor und nach dem Gottesdienst ist schnell und problemlos möglich – ein ausgezeichneter Beitrag zur Sicherheit für die Kirchenbediensteten. Optische Veränderungen in Hinsicht auf den Denkmalschutz sind beim Einsatz dieser Technik nicht erforderlich.